Wall Studies
Zehnteilige Serie, 2025
Ziegelpigment und Binder auf Nessel, Holzrahmen
Wall Studies ist eine Serie postskulpturaler, performativer Malereien, die den Kreislauf des Materials – vom Baukörper zum Staub – in den Mittelpunkt stellt.
Die Arbeit untersucht, wie ein Nebenprodukt des Bauens und Abreißens – Ziegelstaub – als Pigment, Geste und Spur wieder aktiviert werden kann.
Der Prozess beginnt mit dem, was vom Bauen und Abriss übrigbleibt. Mit meinen Händen bringe ich den Ziegelstaub auf die Leinwand, reibe, drücke, bewege das Pigment, bis es haftet. Jede Bewegung hinterlässt eine Spur – eine Momentaufnahme der Berührung zwischen Körper und Material.Die Arbeit bewegt sich zwischen Aufbau und Abtrag, zwischen Festhalten und Loslassen. Sie versucht, das Flüchtige zu greifen, den Staub zu fixieren, und versteht Material nicht als feste Substanz, sondern als zirkulierendes, sich wandelndes System.
Ich komme eigentlich aus der Bildhauerei und hier habe ich versucht dieses Denken auf Leinwand zu übertragen. Für mich sind diese Arbeiten sehr körperlich.
Es geht mir um diesen Moment, in dem man versucht, etwas festzuhalten, das eigentlich immer weitergeht. Vielleicht berühren die Arbeiten deshalb etwas sehr Persönliches.
Nichts verschwindet wirklich. Material verändert nur seine Form.

